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Klausurenphase & nur eine Frage: Wie bekomme ich das alles in meinen Kopf?!

Hallo ihr Lieben ­čÖé

Ich hab meine Klausurenphase schon hinter mir, doch in meinem Umfeld sind noch einige am pauken und Kopf zerbrechen, weshalb ich mir ├╝berlegt habe einen Post ├╝bers Lernen zu schreiben.

Jeder Mensch lernt andere, das ist ja klar. Manche k├Ânnen sich Texte einmal durchlesen und haben das Wissen dann im Gehirn verankert, wenn ihr zu diesen Gl├╝ckspilzen geh├Ârt dann Gratulation! Andere m├╝ssen sich Texte immer wieder durchlesen, sie zusammen fassen und dann nochmal zusammen fassen, noch drei mal die Zusammenfassung durchgehen und dann k├Ânnen sie es,… einigerma├čen. Wenn ihr, so wie ich zu der zweiten Gruppe geh├Ârt, dann k├Ânnten diese Tipps & Tricks euch vielleicht in der n├Ąchsten Klausurenphase helfen!

Lernstrategien

Ihr kennt das sicher auch, in der Schule hat man einfach immer gleich gelernt und warum sollte man jetzt anders lernen? Hat doch da auch funktioniert!
Leider, ist das Lernen nicht in jedem Studium mit inbegriffen, deshalb lasst euch sagen: Probiert mal was Neues! Es gibt so viele verschiedene Arten sich den Stoff zu merken und jeder funktioniert da ein bisschen anders. Falls ihr bis jetzt immer alleine gelernt habt, lernt mal in einer Gruppe (maximal 4 Personen, aber schon zu zweit bringt es einiges!) oder anders rum. Schriebt euch mal wieder Karteikarten oder Poster die Ihr vor die Toilette h├Ąngt oder an die Zimmert├╝r. Solange ihr offen f├╝r neue Methoden seid, kann es nur besser werden.

Hier noch einige Strategien, denen man sich bewusst sein sollte:

  1. soziale Erleichterung:┬áVerhalten tritt verst├Ąrkt in Gruppen auf, kann lernen erleichtern, weil man oft ehrgeiziger ist.
  2. Chunking: Gliederung der Informationen in sinnvolle Bl├Âcke, sodass man sie leichter wiederfinden kann
  3. Rehearsal: Inneres Wiederholen, hierbei sollte man nicht abgelenkt werden
  4. Elaboration:┬áVerbindung zu bekanntem Suchen, Eselsbr├╝cken bauen und in eigenen W├Ârtern wiedergeben
  5. Organisation des Lernmaterials: Je ordentlicher umso besser, dadurch kann das Gehirn Gelerntes auch leichter wiederfinden
  6. Primacy- und Recency-Effekte:┬ábedeutet, dass das zuerst und zuletzt Gelernte ab besten behalten werden kann,┬ádeswegen immer die Reihenfolge des Lernmaterials ├Ąndern
  7. Raum-zeitlicher Kontext:┬áGelerntes kann am besten in ├Ąhnlichem Kontext wiedergegeben werden
  8. Emotionaler Zustand: Wenn du beim lernen gl├╝cklich warst, dann ist es leichter den Stoff in einem kongruenten Zustand abzurufen
  9. Kognitiver Zustand („nur“ f├╝r Zweisprachler): Informationen k├Ânnen besser in der Sprache abgerufen werden in der sie gelernt wurden
  10. Generierungseffekte: Was man selber formuliert hat, bleibt besser im Ged├Ąchtnis (Elaboration)

Wenn ihr nun eure Art zu lernen gefunden habt, dann hier ein paar Dinge auf die man noch achten sollte:

Spacing – Behalten und Abrufen

Das Zeitintervall zwischen dem Lernen und dem Abruf des Gelernten hat einen hohen Einfluss auch das Behalten. 2008 haben Kaprice & Rodender verschiedene Lernstrategien auf ihre Effizienz im Bezug auf das Behalten getestet. Sie kamen zu dem Schluss, dass diese Techniken in absteigender Reihenfolge sinnvoll sind:

  1. alles lernen & alles abfragen
  2. nur unbekanntes lernen & alles abfragen
  3. alles lernen & nur unbekanntes abfragen
  4. nur unbekanntes lernen& nur unbekanntes abfragen

Am meisten w├╝rde selbstverst├Ąndlich das Lernen vom Anfang des Semesters an und jeden Tag bringen, aber mal ehrlich, wer zeiht das schon durch?! Deswegen, macht euch einen Plan, in dem ihr genug Zeit f├╝r jede Klausur einplant und mindestens 2 Tage vor der Klausur mit lernen durch seid! Dann hat euer Gehirn da noch Zeit das Gelernte zu verankern.

Au├čerdem hilfreich:

Die Sitzposition

Vielleicht habt ihr schonmal von der Velten-Technik geh├Ârt.┬áDas Experiment kann man so erkl├Ąren: 3 Versuchspersonen (Vpn)┬áhaben jeweils 10 Zettel vor sich liegen, jeder lie├čt in Abwesenheit der Anderen seine Zettel laut vor.

Vpn 1 hat nur negative Aussagen auf ihren Zetten. Zum Beispiel: Mir geht es schlecht. Dieses Experiment ist bl├Âd.
Vpn 2 hat nur gleichg├╝ltige Aussagen vorzulesen: Wir haben das Jahr 2017. Letztes Jahr war 2016. Das Jahr hat 4 Jahreszeiten.
Vpn 3 hat nur positive Aussagen vorzutragen: Mir geht es super. Alles was ich anfasse gelingt mir. Heute ist ein toller Tag.

Und jetzt ratet mal wie die Vpn danach ihre Gef├╝hlslage beschrieben? Genau, Vpn 1 war schlecht gelaunt, Vpn 2 f├╝hlte sich gleichg├╝ltig, aber auch eher schlecht gelaunt und Vpn 3 war positiv gestimmt.

Dieses Experiment funktioniert genau so mit Mimik und Gestik, eine positive K├Ârperhaltung, also aufrecht, die Beine im 90 Grad Winkel, verschaffen deinem K├Ârper eine h├Âhere Lernbereitschaft. Und falls du mal total am Boden bist: 5 Minuten einen Stift wagerecht in den Mund klemmen, sodass deine Mundwinkel gezwungenerma├čen l├Ącheln. Danach gehts dir besser, garantiert!

Kommen wir zum n├Ąchsten Punkt:

Lernfortschritt – Lernplateau

Ich w├╝rde mal behaupten, jeder war schon mal in dieser Situation: „Mein Kopf ist so voll, da passt einfach nichts mehr rein!“

Nicht entmutigen lassen! Ganz im Gegenteil: diese Situation nennt sich Lernplateau und beschreibt den Vorgang in eurem Gehirn, in dem sich das Gelernte verankert. In dieser Zeit ist euer Gehirn unf├Ąhig neue Informationen aufzunehmen, also g├Ânnt euch eine Pause oder schlaft eine Nacht dr├╝ber.

Der Lernfortschritt unseres Ged├Ąchtnisses ist also nicht linear, somit ist es ein gutes Zeichen wenn nichts mehr reinpasst!

Wie beim Muskelaufbau, f├╝hrt auch┬ánur kontinuierliches und sich regelm├Ą├čig wiederholendes Training zu dem gew├╝nschten Ziel! Lasst euch nicht entmutigen und denkt an das Gef├╝hl, wenn ihr die Klausuremphase, beziehungsweise das Semester mit guten Noten abschlie├čt!

Viel Erfolg, ich hoffe die Tipps konnten helfen ­čÖé

xx linda

 

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